Dienstag, 23. Dezember 2008

Survivaltraining

Am Wochenende gibt es auf der Huehnerfarm eher weniger zu tun, sodass dann meist alle Art von Unternehmungen angesagt sind. Zuletzt sind wir Campen gegangen auf der Cattlerfarm der Familie, die etwa 3 Stunden von Bowral entfernt ist. Weit und breit keine Menschenseele ...
Hier koennt ihr unser Nachtlager sehen. Wie vielleicht bemerkt, ist das ganze Gelaende ziemlich huegelig und eigentlich von Kuehen besetzt, sodass wir uns zunaechst ein adaequates Plaetzchen fuer unsere Zelte suchen mussten. Auf gings also mit Motorrad, Quad und Auto(!) ueber Stock und Stein. Und da es im Moment ziemlich trocken und staubig ist, war am naechsten Tag Autowaschen angesagt!



Rateaufgabe: Wo ist der Rest des Kaengurus? Jep, im Kuehlschrank! Wie man das in Australien als richtiger Farmer eben so macht, besorgt man sich sein Essen noch selbst. So auch John, der auf unserem Campingausflug losgezogen ist, um sich Abendessen zu jagen. Wie ihr erahnen koennt, war er erfolgreich. Auch sein Hund sollte was vom Braten abbekommen. Der wusste die Generoesitaet jedoch eher weniger zu schaetzen, sodass der Kaenguruschwanz nun seit Tagen in unserem Garten liegt.

Sonntag, 14. Dezember 2008

Wassernixen

Gestern hab ich meine erste Surf-Stunde erlebt. Waehrend John auf einer weiteren Hochzeit war, hatte er zuvor fuer uns Maedels zwei Freunde organisiert, die uns privaten Surfunterricht am Strand von Wollongong gegeben haben.
Besonders erfolgreich war ich leider nicht: Bei meinem besten Versuch hab ich es gerade mal geschafft auf dem Board zu knien. Um mich weiter aufzurichten waren nach ein paar Minuten auch meine Arme zu schwach. Trotzdem wird das nicht mein letzter Versuch gewesen sein.
Mit von der Partie waren die drei Grazien auf dem Foto. Zusammen wohnen und arbeiten wir hier bei John auf der Huehnerfarm ...und haben manchmal auch ein bischen Spass ;-)
Ansonsten war ich diese Woche ein paar Tage bei John's Vater. Zusammen sind wir in einem riesen Truck auf dessen Cattle-Farm gefahren, um nach dem Rechten zu sehen. Gemeinsam haben wir auf einem Quad Vieh zusammengetrieben. Auch ich durfte Quadfahren, was ziemlich abenteuerlich war, denn wir ihr euch vorstellen koennt, gibts auf der Farm keine befestigten Wege...

Sonntag, 7. Dezember 2008

The Weddingcrasher

Seit Dienstag verbringe ich meine Zeit in Bowral, was etwa eine Stunde von Sydney entfernt ist. Hier bin ich bei einer kleinen Familie mit drei anderen Maedels. Ich arbeite fuer den Hausherren auf der Huehnerfarm (womit er erstaunlicherweise hier ziemlich viel Geld verdienen kann) und dafuer kann ich hier wohnen und bekomme sogar was zu essen. Mit so vielen Leuten im Haus ist immer was los und John (der Hausherr) braucht immer ein wenig Entertainment, weshalb er uns ueberall hin mitnimmt. Gestern gings z. B. nach Wollongong, wo er mit Freundin und Vater auf einer Hochzeit eingeladen war. Durch unglueckliche Umstaende konnte die Begleitung seines Vaters nicht mitkommen. Ersatz war ich! Ziemlich seltsam auf einer Hochzeit zu sein, wo man eigentlich nicht hingehoert, aber zugleich ziemlich interessant, denn die Australier feiern Hochzeiten anders. Und koennt ihr euch vorstellen: Um 11 Uhr war die Party bereits vorbei, das Brautpaar hat die Feierlichkeiten verlassen und die Gaeste wurden gebeten zu gehen. Scheint hier aber normal zu sein. Wie ihr seht ist dies ein guter Ort, um einiges zu erleben. Mal schauen wie lange ich hier bleiben werde und was noch so kommt!

Samstag, 6. Dezember 2008

How to become a cowboy ... II

Fuer einen ersten Eindruck: Das ist die Umgebung, in der unsere Farm lag. Ziemlich ruhig und 1 Stunde von der naechsten Stadt entfernt. Dazu muesst ihr euch allerdings noch Vogelgezwitscher, leichten Wind und manchmal sogar ein paar freilaufende Kangurus vorstellen!








Das ist unser "real tough Cowboy" Cole (hier beim horseshoe anpassen), der uns Reiten, Schafescheren und alles andere begbracht hat. By the way: Jackaroo ist die australische Bezeichnung fuer einen Cowboy, wobei man die Maedels Jillaroo nennt.





Nur um das Bild zu vervollstaendigen: Das war meine Unterkunft, in der ich 11 Tage gelebt und geschlafen habe. Essen gabs in einem anderen Teil der Farm, Partynaechte waren jedoch gleich nebenan! Ebenso die Waschbereiche. Das is zwar nur die Toilette, Duschen sahen aber aehnlich aus und waren in ner Wellblechhuette. Duschen durfte man nur mittags fuer 5 Minuten. Wenn man nicht die letzte war, hatte man sogar das Glueck noch warmes Wasser zu Verfuegung zu haben.
















Montag, 1. Dezember 2008

How to become a cowboy ...

Bereits seit Freitag bin ich wieder zurueck in Sydney von meinem Jillaroo-Kurs. Und um einige Erfahrungen reicher... Ich hab Dinge gelernt, von denen ich dachte, sie nie tun zu koennen und die sich stark von einem gewohnten Alltag in Deutschland unterscheiden. Mittlerweile kann ich z. B. Reiten. Zwar nicht besonders gut und schnell, aber ich kann es zumindest so gut, dass wir in der Schule gemeinsamVieh (also hauptsaechlich Schafe und Kuehe) eingetrieben haben. Die Kuehe haben wir entweder gewogen oder mussten Kaelber von Kuehen trennen. Zusehen und helfen konnten wir dann beim Kastrieren, Branden und Markieren (mit Ohrsteckern). Die Schafe haben wir geschoren (und auch ich konnte einen Versuch starten), was gar nicht so einach ist, da die groesser und staerker sind als man denkt. Wie vorrausgesagt bekamen wir auch die Schlachtung vorgefuehrt. Unser Lehrer, ein 'real tough aussie cowboy', hat das ganze nur mit einem Messer durchgezogen! Ziemlich blutig, aber definitiv interessant die Verwandlung von 'Schaf zu Fleisch' zu erleben. Hinzu kam auch koerperliche Arbeit wie z. B. Zaunbauen und auch das entsprechende Holz direkt aus dem Wald zu besorgen (inklusive Faellen und Schaelen der Baeume). Zu Essen gabs fuer die hungrigen Arbeiter reichlich: Morgens vor allem selbst gemolkene, frische Milch! Sobald mir das gelingen sollte, werde ich auch ein paar Fotos veroeffentlichen, damit eine noch bessere Vorstellung davon bekommen koennt, wie das Leben als Jillaroo aussieht!